Beschreibung
Ndunduri, Kenia
An den Osthängen des Mount Kenya bringt der Landkreis Embu einige der klarsten Kaffees des Landes hervor. Dieses Lot aus Ndunduri wächst auf roten Vulkanböden, bei regelmäßigen Niederschlägen und auf Höhen um 1.800 Meter: Die Kirsche reift langsam, und das schmeckt man in der Tasse — lebendige Säure und ein klares Profil.
Die Waschstation Ndunduri wurde Anfang der Siebzigerjahre gebaut und gehört zur Kibugu Farmers Cooperative Society. Dort liefern 673 Kleinbauern ihre Ernte ab, die in der Umgebung Familienparzellen bewirtschaften, viele davon im Mischanbau von Kaffee mit Maracuja, Mais oder Tee. Keiner von ihnen hat genug Menge, um allein zu exportieren; gemeinsam, über die Station, schon.
Die Aufbereitung ist der klassische gewaschene Prozess Kenias: Auslese der Kirschen, Entpulpen, eine Nacht Fermentation, Waschen und Einweichen, dann auf afrikanische Trockenbetten, wo der Kaffee zwischen sieben und fünfzehn Tage in der Sonne trocknet und von Hand gewendet wird, damit die Feuchtigkeit gleichmäßig sinkt. Die Station führt das Prozesswasser im Kreislauf und leitet es in Versickerungsgruben.
Es ist ein Caracolillo, oder Peaberry: die runde Bohne, die entsteht, wenn die Kirsche statt zwei nur einen Samen entwickelt. Sie wird separat sortiert, weil sie anders röstet als die flache Bohne, und stammt hier von SL28-, SL34- und Ruiru-11-Pflanzungen.


