Beschreibung
El Recreo – Kolumbien: Rote Papaya von Pitalito, Huila
El Recreo – Colombia ist ein Spezialitätenkaffee, der von Alexandra Calderón Rojas auf der Finca El Recreo in Pitalito im südlichen Teil des Departamento Huila angebaut wird. Die Farm umfasst insgesamt 6 Hektar, wovon 5 Hektar dem Kaffeeanbau gewidmet sind. Die gesamte Ernte erfolgt von Hand zwischen April und Dezember.
Die Höhenlage von 1.850 Metern über dem Meeresspiegel macht diese Farm zum optimalen Standort für die Entwicklung der Sorte Rote Papaya, wo die niedrigen Nachttemperaturen die Reifung der Frucht verlangsamen und Zucker und Aromastoffe in der Bohne konzentrieren.
Pitalito und die rote Papaya-Sorte
Pitalito ist Kolumbiens größter Kaffeeproduzent und zugleich führender Hersteller von Spezialitätenkaffees – ein Fakt, der Jahr für Jahr im Cup of Excellence bestätigt wird. Huila-Kaffee besitzt seit 2013 eine geschützte Ursprungsbezeichnung, und einige der etabliertesten und qualitativ hochwertigsten Kaffeefarmen des Landes konzentrieren sich im südlichen Teil des Departements.
Die Sorte Papayo Rojo zählt zu den außergewöhnlichsten exotischen Kaffeesorten aus Huila. Sie ist eine seltene Mutation aus Acevedo, Huila, und zeichnet sich durch große, dichte und qualitativ hochwertige Bohnen aus. Ihren Namen verdankt sie ihrer morphologischen Ähnlichkeit mit der Papaya. Ihre Bourbon-Abstammung trägt zu ihrer Süße, der ausgewogenen Säure und der Komplexität des Geschmacks bei. Die genaue Herkunft von Papayo Rojo ist weitgehend unbekannt, und neuere genetische Analysen deuten auf eine mögliche Verwandtschaft mit äthiopischem Material hin, was das Interesse in der Branche verstärkt hat.
Die Produktion ist nach wie vor sehr begrenzt. Die Bohnen werden fast ausschließlich in Mikrolots für Spezialitätenkaffee und Wettbewerbe angebaut, in sehr kleinen Mengen und unter Anwendung spezieller Nachernteverfahren. Aufgrund ihrer Größe benötigen sie eine längere Röstzeit, um ihr Aroma und ihren natürlichen Zuckergehalt optimal zu entfalten.
Diese Charge durchläuft einen gewaschenen Fermentationsprozess, zunächst 36 Stunden in der Kaffeekirsche, gefolgt von weiteren 36 Stunden im Fruchtfleisch. Anschließend werden die Bohnen etwa 20 Tage lang auf einem Trockengestell getrocknet, bis sie den optimalen Feuchtigkeitsgehalt erreichen. Dieses doppelte Fermentationsverfahren ist typisch für die besten Chargen aus dem südlichen Huila und trägt maßgeblich zur Klarheit und Ausgewogenheit des Aromaprofils in der Tasse bei.

